Zink


Funktionen im Körper

Zink ist für die meisten Lebewesen ein essentielles Spurenelement, und im menschlichen Körper, neben Eisen, das häufigste. Dabei sind höhere Konzentrationen an Zink in den roten Blutkörperchen, in den Augen, in der Haut und in den Haaren, sowie in der Prostata und in der Leber enthalten.

Zink ist Kofaktor zahlreicher Enzymsysteme, und spielt eine Rolle im Vitamin A-, im Kohlenhydrat- und im Lipidstoffwechsel. Ferner ist Zink essentiell für die Funktion verschiedener Hormone, wie z.B. Insulin, den Schilddrüsenhormonen, Sexualhormonen und den Wachstumshormonen. Auch im Stoffwechsel von Nukleinsäuren (Träger der Erbsubstanz) und Proteinen (Eiweißen) erfüllt Zink wichtige Aufgaben. So dient es beispielsweise der Stabilisierung der DNA- und der RNA-Struktur, ist aber auch ein Bestandteil von Schlüsselenzymen der Nukleinsäuresynthese (z.B. DNA-Polymerasen). Zink ist am Zellwachstum und an der Zelldifferenzierung beteiligt. Für eine funktionierende Immunabwehr wird ebenfalls Zink benötigt, und zwar für die zelluläre und die humorale Immunantwort, sowie für die T-Zelldifferenzierung. Des Weiteren spielt Zink eine Rolle bei der Geschmackswahrnehmung, wobei die daran beteiligten Faktoren nicht näher bekannt sind.

Bedarf

Der tägliche Bedarf an Zink liegt für Erwachsene und Jugendliche bei 7-10 mg. Schwangeren Frauen wird empfohlen ca. 10 mg täglich zuzuführen und stillenden Müttern ca. 11 mg.

Es ist besonders wichtig auf eine regelmäßige Zufuhr von Zink mit der Nahrung zu achten, weil das Spurenelement anscheinend im Körper nicht gespeichert werden kann. Somit führt eine drastische Senkung der Zinkzufuhr relativ schnell zu einem Zinkmangel.

Zink wird aus den mittleren Dünndarmabschnitt (Jejunum) in das Blut aufgenommen. Dabei scheint, neben dem passiven Transport von Zink durch die Darmschleimhaut, auch an aktiver Transport mit Hilfe bestimmter Eiweiße stattzufinden. Im Blut ist Zink an Eiweiße gebunden, in erster Linie an Albumin und an alpha-Makroglobulin. Die Resorption von Zink, also die Aufnahme aus dem Darm, wird durch eine Vielzahl organischer Verbindungen gefördert, wie z. B. Citrat, Cystein und Glutamat. Ein hoher Gehalt an Phytinsäure dagegen vermindert die Resorption. Phytinsäure ist eine pflanzliche Speicherform für Phosphor und Inositol und vermag Zink komplexartig zu binden. Durch einen hohen Kalziumanteil in der Nahrung wird der resorptionsvermindernde Effekt der Phytinsäure zusätzlich verstärkt. Es bilden sich Zink-Kalzium-Phytat-Komplexe, die besonders schwer löslich sind. Da pflanzliche Nahrung hohe Konzentrationen an Phytat enthält, kann es bei einer rein vegetarischen Kost zu einem Zinkmangel kommen. Bei einer normalen Ernährung ist die Zinkzufuhr in der Regel ausreichend.

Die Ausscheidung von Zink erfolgt zu ca. 90 % mit dem Stuhlgang.
Zinkanwendung im Bodybuilding


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